Geschichte
Das Gewebe mit den charakteristischen Schlingen begleitet mittlerweile seit etwa anderthalb Jahrhunderten das Leben der Menschen.
Die Ursprünge der Frottierherstellung liegen im Vorderen Orient. In England entstand um 1850 der erste Handwebstuhl, dessen besondere Technik die Fertigung von Frottierstoffen ermöglichte. Einige der ersten hergestellten Frottierhandtücher erhielt Königin Victoria als Geschenk. Die mächtige Monarchin soll so begeistert gewesen sein, dass die Wäschekammer ihres Hofes gleich mehrere Dutzend bestellte.
Vom Luxuserzeugnis zum erschwinglichen Gebrauchsartikel
Aus dem damaligen Luxusgewebe Frottier einen für jedermann erschwinglichen Gebrauchsartikel zu machen - das war die Grundidee Burghard Vossens, als er 1925 im ostwestfälischen Gütersloh sein Unternehmen mit sechs Mitarbeitern gründete. Die Firma hat Erfolg und wächst schnell: 1936 arbeiten bereits 400 Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr. 1951 erfindet Vossen den Haus- und Bademantel aus Frottier. Zehn Jahre später gründet er das Werk in Jennersdorf. 1996 kommt es zu einer Umstrukturierung in der Produktion. Es folgt eine Bereinigung der verstreuten Produktionsstandorte mit Konzentrierung auf den Standort in Jennersdorf, Österreich. Eine Investorengruppe, unter anderem das Land Burgenland, übernimmt die gesamte Produktion sowie alle Markenrechte. Seit 2004 ist Linz Textil AG, einer der weltweit größten Garnhersteller, 100%iger Eigentümer der Vossen GmbH. 2007 startet ein völlig neues Marketingkonzept unter dem Thema "A Touch of Energy - Energie Tanken mit Vossen". 2008 erfolgt eine völlige Neuaufstellung und Modernisierung der gesamten Produktion in Jennersdorf. Verbunden mit dem Bau einer technologisch modernen Zettelanlage, Schlichterei und der einzigartigen Air-Ausrüstungstechnik nach der AIR-pillow Methode. Ebenso wurde eine neue Konfektionsanlage installiert. Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise erreichte Vossen 2009 ein Wachstum von mehr als 20%.
